Sensationsfund im Kloster Eberbach

Geschichte & Wein

Presseinformation

Wiesbaden, 1.April 2015                    

Sensationsfund im Kloster Eberbach: 27 Flaschen Ur-Müller bei Buchrecherche hinter Wand entdeckt |

Tre Torri Verleger verlangt Umbenennung des Müller-Thurgaus in Müller-Rheingau

Bei den Recherchen zum epochalen Buchprojekt „Kloster Eberbach – Geschichte & Wein“, das im Oktober im Tre Torri Verlag erscheint, ist den Buchmachern anscheinend erneut ein Sensationsfund geglückt. Erst 2011 sorgte die Wiesbadener Buchmanufaktur für Essen, Trinken und Genuss mit dem Fund der ältesten Weinlagenkarte der Welt von 1867 bundesweit für Aufsehen und stellte die Weinwelt auf den Kopf.

Im Rahmen der Dokumentation der Weinkeller der Hessischen Staatsweingüter stießen Verlagsmitarbeiter jetzt im sogenannten „Cabinet“, dem früheren Arbeitsraum der Mönche, auf eine zugemauerte, hinter einem Weinregal versteckte Öffnung in der Kellerwand. „Aufgefallen ist uns das nur, weil durch eine Unachtsamkeit eins der Fotostative gegen das Regal schlug und die Stelle unter dem porösen Putz freigab“, sagt Verleger Ralf Frenzel. In dem etwa 1 mal 1 Meter großen Versteck fanden die Verlagsmitarbeiter 27 gut erhaltene Flaschen, jede versehen mit der handschriftlichen Notiz „1885 H.M., F.G.“

„Wir haben Grund zur Annahme, dass es sich vorliegend um Flaschen des sagenumwobenen Ur-Müller handelt. H.M. könnte für Hermann Müller stehen, der hier im Rheingau erstmals Riesling mit Silvaner kreuzte. F.G. könnte wiederum die Abkürzung sein für Forschungsanstalt Geisenheim. Dort war Müller damals tätig.“, so Frenzel.

Unzählige Legenden ranken sich um den Ur-Müller, dessen Existenz von der Fachwelt kontrovers diskutiert, teils sogar angezweifelt wird. Fakt ist, der Schweizer Rebforscher Hermann Müller kreuzte in Geisenheim ab 1882 Riesling mit Silvaner. Knapp 10 Jahre später, 1891, ging Müller zurück in die Schweiz, wo 1894 – angeblich erstmals ­– Stecklinge im Kanton Thurgau ausgepflanzt wurden. Der Wein hatte seinen Namen: Müller-Thurgau.

„Sollte es sich bei unserem Flaschenfund tatsächlich um eine Riesling-Silvaner-Kreuzung von 1885 handeln, muss nicht nur Weingeschichte neu geschrieben werden. Ich fordere dann, den Müller-Thurgau in Müller-

Rheingau umzubenennen. Ich gehe davon aus, dass Müller die Stecklinge 1885 wegen des einmaligen Mikroklimas in der legendären Einzellage Steinberg der Hessischen Staatsweingüter auspflanzte.“, so Frenzel.

„Der Fund des Ur-Müller an dieser besonderen Stelle ist für mich ein weiterer Beweis der fundamentalen Bedeutung, die Kloster Eberbach für Historie und Weinbau weltweit hat. Wir werden den Fund – sollte sich seine Echtheit beweisen – natürlich in unserem Buch berücksichtigen und die Weine verkosten“, so Frenzel weiter. Die Weine wurden Spezialisten zur Analyse übergeben.

Der Bild- und Leseband „Kloster Eberbach – Geschichte & Wein“ dokumentiert die Geschichte des Klosters, seine Architektur, die Weinbaugeschichte, die einzelnen Domänen und die großen historischen Weinproben, die im Kloster stattgefunden haben. Einige der besten Autoren und Fotografen Deutschlands haben bereits ihre Arbeit aufgenommen.

 

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E-Mail   presse@tretorri.de
www.cpagmbh.de  /  www.tretorri.de

Kloster Eberbach
Geschichte & Wein

Erscheinungstermin: 23.Oktober 2015

224 Seiten | zahlr. Farbfotos
28,0 x 29,0 cm | Hardcover
€ 69,90 (D) | 71,90 (A) | CHF 95,00

ISBN 978-3-944628-71-4
KNO-Artikelnr. 820271
[WG 1458]

49,90 €

inkl. Mwst.

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